Unsere Geschichte
Unsere Wurzeln – Aus einer Idee wurde Musik
Die Geschichte der Krachwanzä beginnt in den 1980er-Jahren – in Bars, auf Pisten und bei spontanen Feiermomenten. Inspiriert von der rhythmischen Stimmung eines Abends im „Tic-Tac“, beschlossen Ruth Glanzmann jun. und Liselotte Gunzinger gemeinsam mit Vreni Collet, eine ähnliche Gruppe ins Leben zu rufen. Der Funke sprang über, weitere Frauen schlossen sich an – und am 3. Mai 1986 fand die offizielle Gründungsversammlung im Schützenhaus Bettlach statt.
Die zehn Gründerinnen legten mit viel Herzblut den Grundstein für etwas Besonderes:
- Collet Vreni
- Fleury Rosmarie
- Glanzmann Ruth jun.
- Gunzinger Liselotte
- Hirsiger Ursi
- König Steffi
- Moser Astrid
- Simoneit Mina
- Spori Vreni
- Stämpfli Anita
Schon kurz nach der Gründung wartete die erste Mutprobe: Mit geliehenen Instrumenten sollten sie innerhalb von 15 Minuten ein Stück einstudieren und damit in den Beizen von Bettlach auftreten – eine echte Feuertaufe, bei der der Grundstein für unsere musikalische Reise gelegt wurde.
Wandel und Wachstum
1991 öffneten sich die Krachwanzä für männliche Mitglieder – aus der Rhythmusgruppe wurde eine waschechte Guggenmusik. Die Mischung aus Bläsern und Rhythmus sorgt seither für unseren unverkennbaren Sound.
Mit dem Wunsch, auch den Nachwuchs für die Fasnacht zu begeistern, gründeten wir 1999 die Mini-Wanzä, eine Kindergugge, die drei Jahre lang das närrische Treiben mitgestaltete.
Unsere Stärke: Gemeinschaft & Vielfalt
Was uns heute besonders auszeichnet, ist unsere starke Kameradschaft. Jung und Alt musizieren, feiern und organisieren Seite an Seite. Diese generationenübergreifende Harmonie macht uns zu einer Familie, nicht nur zu einem Verein.
Ob auf der Bühne, im Umzug oder bei unseren legendären Anlässen – wir sind die Krachwanzä: laut, bunt, traditionsverbunden und immer für einen närrischen Moment gut.
Bei den Krachwanzä wird die Fasnacht nicht nur im Winter gelebt – unsere Gemeinschaft pulsiert das ganze Jahr über! Auch abseits der Umzüge und Konfettiregen ist bei uns immer etwas los. Im Sommer trifft man sich zu lockeren Proben, bei denen das Musikalische mit dem Geselligen verschmilzt – beim traditionellen Wanzenbräteln wird gemeinsam gelacht, gegrillt und zusammengesessen. Diese Abende stärken nicht nur den Zusammenhalt, sondern zeigen auch: Wir sind mehr als nur eine Gugge – wir sind eine Familie.
Ab September starten wir wieder mit unseren wöchentlichen Proben im Schuelhaus Büelen, wo der Grundstein für die kommende Saison gelegt wird. Der November bringt dann gleich zwei Highlights: Unser eigenes Guggentreffen in Bettlach, bei dem wir Gastgeber mit Herzblut sind, und das heissgeliebte Probeweekend auf dem Brunnersberg – Musik, Gemeinschaft und unvergessliche Momente in luftiger Höhe.
Den krönenden Abschluss bildet natürlich die Fasnachtswoche, unser gemeinsamer Höhepunkt. Wenn wir mit vollem Einsatz durch die Gassen ziehen, spürt man, wie sehr wir als Verein zusammengewachsen sind.
Adiö Höllefuer
Die Geschichte unserer legendären Höllefuer begann bereits 1998, als eine bunt gemischte Gruppe aus Fasnachtsbegeisterten und Freiwilligen eine Fasnachtsparty auf die Beine stellte – damals noch im Restaurant Krone. Trotz eines gelungenen Starts stand der Event bereits nach der zweiten Durchführung 1999 vor dem Aus. Da auch einige Krachwanzen Teil des ursprünglichen OKs waren, fassten wir kurzerhand einen Entschluss: Wir übernehmen! Und so wurde aus einer Idee unsere eigene Fasnachtsparty – die Höllefuer war geboren.
Im Jahr 2000 fand die erste Höllefuer unter dem Motto „Robinson am Freitag“ statt. Neu wurde der Anlass in die Mehrzweckhalle Büelen (MZH) verlegt – mit mehr Platz, besserer Infrastruktur und dem typischen Krachwanzen-Charme. Mit viel Liebe zum Detail, einem passenden Dekokonzept und viel Herzblut bereiteten wir den Abend vor. Und tatsächlich: Schon ab Türöffnung um 20.00 Uhr füllte sich die Halle. Unsere Mühe wurde belohnt – die Gäste kamen, feierten und machten deutlich: Das war erst der Anfang.Seitdem war die Höllefuer fester Bestandteil der Bettlacher Fasnacht und für viele ein Highlight der fünften Jahreszeit. Dank kreativer Sujets, stimmungsvoller Atmosphäre und vielen kostümierten Besucherinnen und Besuchern hat sich die Party über die Jahre einen ganz besonderen Namen gemacht.
Leider, im Jahr 2022, erlosch das Feuer der Höllefuer entgültig – eine Entscheidung, die uns allen sehr schwerfiel. Aufgrund der zunehmenden Mangel an Besucherinnen und Besucher war es nicht mehr möglich, die Veranstaltung in der gewohnten Form aufrechtzuerhalten. Trotz unserer Bemühungen und dem Engagement vieler treuer Mitglieder und Unterstützer war der Aufwand zu hoch, um den Anlass weiterhin mit der gewohnten Leidenschaft und Qualität zu gestalten. Es ist eine bittere Pille, den gewohnten Treffpunkt für Fasnachtsfreunde, die ausgelassene Stimmung und die fröhlichen Nächte in der MZH Büelen hinter uns zu lassen. Doch die Erinnerungen an die vielen unvergesslichen Nächte, an die ausgelassene Stimmung, die kreativen Kostüme und die Menschen, die aus nah und fern gekommen sind, um mit uns zu feiern, bleiben uns allen lebendig. Die Höllefuer wird immer einen besonderen Platz in der Geschichte der Krachwanzä und der Bettlacher Fasnacht haben. Sie war ein Fest, das viele Jahre lang nicht nur die Krachwanzen, sondern auch die gesamte Region zusammenbrachte – und das wird sie auch weiterhin in unseren Erinnerungen tun.